Akzeptanz

Wie schon im letzten Beitrag „Glücklich sein“ angedeutet, ist die Akzeptanz eines der wichtigsten Dinge in unserem Miteinander und auch der Wunsch danach, akzeptiert zu werden, ist groß. Dieses Wort Akzeptanz ist etwas, was man schnell sagt, aber handelt man auch so? Für die meisten ist es einfach nur ein Wort, dessen Bedeutung vielleicht gar nicht so bewusst ist. Manche werden sich vielleicht denken: „Akzeptanz, selbstverständlich, ist doch ganz klar.“ Aber ich habe die Erfahrung, so richtig akzeptiert zu werden, erst relativ spät machen dürfen und die Bedeutung ist mir da eigentlich erst bewusst geworden. Ich werde heute noch sehr emotional, wenn ich bloß daran denke, obwohl es eigentlich nur eine Kleinigkeit ist. Wurdet ihr schon mal von jemanden gefragt, ob ihr einen Schluck von seinem Getränk haben wollt? Womöglich auch in der Öffentlichkeit? Vielleicht auch von jemanden, den man eigentlich gar nicht so wirklich kennt Ich, bis vor zwei Jahren, jedenfalls nicht! Erst gar nicht aus demselben Glas. Ich finde, dass schon bei solche Kleinigkeiten die Akzeptanz schon eine Rolle spielt. Für mich heißt Akzeptanz, dass ich so sein kann wie ich bin. Ohne Berührungsängste oder Scham zu haben, nur weil man nicht wie jeder andere trinken kann. Ich wurde als Person gesehen. Als Erwachsene, die vielleicht auch Lust hat einen schluck Bier zu trinken. Klar, war es nur ein Schluck Bier. Aber für mich war es viel mehr als nur das. Das Zeichen, dass ich nicht nur als Behinderte hingestellt werde. Ich möchte, dass man mich als Person wahrnimmt. Und nicht nur das Ding, in dem ich sitze. Ich muss zugeben, ich fühle mich oft herunter reduziert. Es ist schon fast traurig, dass ich von meinem Umfeld nur als die, die im Rollstuhl sitzt bezeichnet werde. Klar, ist es nicht leicht sich auf jemanden einzulassen, der im Rollstuhl sitzt. Ich glaube aber, wenn der Wille akzeptieren zu können und akzeptiert zu werden, so groß ist, kann man alles schaffen!

Mein Ziel ist es: Jeden einzelnen von euch, der meinen Blog liest, zum Umdenken oder Bewusstmachen des Wortes Akzeptanz anzuregen. Denn mein Wunsch und ich glaube vieler anderer auch ist es einfach nur akzeptiert zu werden.